AGFS Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen

Presse

Privatschulen sind in Deutschland fast so beliebt wie in Amerika

Seit Jahrzehnten kehren mehr und mehr Schüler öffentlichen Schulen den Rücken. Das hat auch mit dem Staat zu tun – denn in einigen Regionen haben Schüler kaum eine andere Wahl als eine Privatschule.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schneller-schlau/privatschulen-sind-in-deutschland-fast-so-beliebt-wie-in-amerika-17385361.html

Initiative der AGFS zur Landtagswahl 2021

In Vorbereitung auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 14. März 2021 verbreiten die Privatschulverbände des Landes unter dem Motto „Freie Schulen Wählen“ ihre Forderungen und Positionen. Im Internet unter www.freieschulenwählen.de, dem Hashtag #freieschulenwählen und im persönlichen Gespräch mit KandidatInnen, Abgeordneten und parlamentarischen MitarbeiterInnen erinnern die Privatschulverbände daran, dass noch viel zu tun ist: So setzen sich die Freien Schulen für Entbürokratisierung und eine angemessene Berücksichtigung bei staatlichen Programmen ein, für eine gleichwertige Förderung der Lehrkräfte-Fortbildung, für eine dauerhaft faire und sichere Finanzierung und für eine partnerschaftliche Weiterentwicklung der baden-württembergischen Bildungslandschaft. Über Wahlprüfsteine werden die Parteien aufgefordert, ihre Positionen zum freien Schulwesen zu definieren, um Grundlagen für einen künftigen Koalitionsvertrag bereits jetzt zu legen.

Die gesammelten Positionen und Zukunftsforderungen der Freien Schulen finden Sie hier!

Erneute Unterstützung der Freien Schulen durch Sofortprogramm der Regierung

Wie bereits nach dem ersten Lockdown im Jahr 2020 hat sich Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann dafür eingesetzt, dass die Schulen in freier Trägerschaft auch im Jahr 2021 einen Ausgleich für entgangene Betreuungsgebühren erhalten. Dafür wird das Land nun aus der Rücklage für Haushaltsrisiken zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen.

 Zur Milderung der während der Schulschließungen entstandenen Liquiditätsengpässe werden zudem die monatlichen Abschlagszahlungen über einen Zeitraum von zwei Monaten um jeweils drei Millionen Euro erhöht. Somit werden die freien Schulen mit insgesamt acht Millionen Euro zusätzlich finanziell unterstützt. Beide Maßnahmen – Sofortprogramm und Liquiditätshilfe – hat das Kabinett am 9. März 2021 beschlossen.

Sofortprogramm für entgangene Betreuungsgebühren

Das Sofortprogramm in Höhe von zwei Millionen Euro soll die entgangenen Betreuungsgebühren in der Zeit der Schließung vom 11. Januar bis 22. Februar 2021 kompensieren. Nicht nur die Kommunen, sondern auch die Schulen in freier Trägerschaft bieten Betreuungsangebote für Familien an, wie etwa die verlässliche Grundschule, und flexible Nachmittagsbetreuung. Diese finanzieren sich unter anderem durch Elternbeiträge. Durch die coronabedingten Schließungen verzeichnen die Schulen in freier Trägerschaft Ausfälle bei den Elternbeiträgen. „Auch die Schulen in freier Trägerschaft haben während des zweiten Lockdowns auf Elternbeiträge verzichtet. Genauso, wie wir die Kommunen bei den Elternbeiträgen entlasten, ist es selbstverständlich, dass wir auch die Schulen in freier Trägerschaft schnell und unbürokratisch unterstützen, denn auch sie mussten in der Zeit der Schul- und Kitaschließung auf Einnahmen aus Betreuungsverträgen verzichten“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Verbesserung der Liquidität von Schulen in freier Trägerschaft

Da die Schulen in freier Trägerschaft in verschiedenen Bereichen Einnahmeausfälle verzeichnen, soll ihre Liquidität wie bereits anlässlich des ersten Lockdowns erneut über vorübergehend erhöhte Abschlagszahlungen verbessert werden. Schulen in freier Trägerschaft erhalten die Zuschüsse des Landes normalerweise zunächst über Abschlagszahlungen. Die Träger gehen somit bis zur Schlussabrechnung in Vorleistung, die üblicherweise über die erwarteten Einnahmen abgesichert werden. „Wenn die Einnahmen aber wegbrechen, können die Träger die Vorfinanzierung nicht wie bisher stemmen. Wir lösen dieses Problem wie bereits im vergangenen Jahr dadurch, dass wir die Zuschüsse in voller Höhe auf Basis der vorläufigen Kopfsätze für das Jahr 2021 auszahlen und nicht wie bisher als Abschlag auf Basis der Kopfsätze aus dem Jahr 2020“, sagt Ministerin Eisenmann. Die Auszahlung der 100-prozentigen Abschläge soll zunächst für die Monate April bis Mai 2021 erfolgen und sich somit auf insgesamt sechs Millionen Euro beziffern. Die Erhöhung der monatlichen Abschlagszahlungen an die Privatschulträger lässt sich ohne zusätzliche Belastung des Landeshaushalts durch eine Vorverlagerung der Ausgaben des Landes vom Jahr 2022 auf das Jahr 2021 realisieren. Im Jahr 2022 vermindern sich die Ausgaben entsprechend.

Corona-Sofortprogramm für Freie Schulen

In Baden-Württemberg erhalten Träger von Freien Schulen nach den Plänen der Regierungskoalition Ausgleichszahlungen für entgangene Betreuungsentgelte sowie weitere Liquiditätshilfen in Höhe von insgesamt 21 Mio €.

„Schulen in freier Trägerschaft verzeichnen erhebliche Einnahmenverluste. Deshalb unterstützen wir sie in der Krise schnell und unbürokratisch“, sagt Kultusministerin Eisenmann in der dazugehörigen Pressemitteilung.

Die AGFS äußerte sich in ihrer Zumeldung an die Landespresse dazu dankbar:

Mit ihrer Entscheidung, den Schulen in freier Trägerschaft einen Teil ihrer Einnahmeausfälle zu erstatten, zeigt die Regierungskoalition, dass die Privatschulen Baden-Württembergs für sie ein unverzichtbares Element der Bildungslandschaft darstellen. „Viele Schulen sind durch die Corona-Pandemie in erhebliche wirtschaftliche Bedrängnis geraten, da sie Notbetreuung angeboten haben, gleichzeitig jedoch keine Einnahmen aus ihren regulären Betreuungsangeboten verzeichnen konnten.“, erläutert Christoph Sander, Sprecher der AGFS. „Horte, die verlässliche Grundschule oder auch pädagogisch begleitete Hausaufgabenbetreuung stellen an vielen Freien Schulen wichtige pädagogische Angebote dar. Um Eltern nach Kräften zu entlasten, haben viele Schulen die Betreuungsentgelte für diese Angebote für die Zeit der Pandemie ausgesetzt. Dass diese Verluste durch das Land ausgeglichen werden, nachdem die Kommunen für ihre Kitas und Schulen ebenso verfahren haben, ist gegenüber den Familien daher gerecht und fair.“

Schulen in freier Trägerschaft in Corona-Not

Auch Freie Schulen sind durch die corona-bedingten Schließungen hart getroffen. Daher wandte sich nun Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit der Bitte um ein Soforthilfe-Paket an ihre Amtskollegin im Finanzministerium.

https://www.goodnews4.de/nachrichten/breaking-news/item/auch-schulen-in-freier-traegerschaft-in-not

Privatschulen sind gefragt: Kurs auf Zwei-Klassen-System?

Merkur – 07.08.2019

https://www.merkur.de/leben/privatschulen-liegen-im-trend-zr-12895185.html

Privatschulen haben in Deutschland deutlich Zulauf

Die WELT –

https://www.welt.de/politik/deutschland/article198114879/Privatschulen-haben-in-Deutschland-deutlich-Zulauf.html

Ein Verbot von Privatschulen ist keine Lösung

Zeit | | https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-04/deutsches-schulsystem-privatschulen-schullandschaft-bildungspolitik

Pro & Kontra: Privatschulen: Eine notwendige Alternative

baden online | https://www.bo.de/nachrichten/pro-kontra-privatschulen-eine-notwendige-alternative

Privatschulen werden beliebter – und immer elitärer

SZ-Artikel von Paul Munzinger
https://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-privatschule-schueler-1.4258364