AGFS Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen

Vergangene Termine, Aktionen und Projekte

Tag der Freien Schulen 2022

Rainer Hinderer an der IB Beruflichen Schule Heilbronn

Am 25. November 2022 fand der diesjährige Tag der Freien Schulen  statt. Unter dem Motto „Tag der Freien Schulen – Schenken Sie uns eine (Schul-)stunde Ihrer Zeit“ waren die Abgeordneten des Landtags erneut eingeladen, eine Freie Schule in Ihrem Wahlkreis zu besuchen und mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitungen direkt ins Gespräch zu kommen. Zielsetzung des Aktionstags ist es, durch den direkten Kontakt mit Landtagsabgeordneten das staatsbürgerliche Interesse der Schülerinnen und Schüler anzuregen.

Der Tag der Freien Schulen fand 2022 bereits zum achten Mal statt und ist damit ein fester Termin im Schuljahresplan der Freien Schulen in Baden-Württemberg. Im Schnitt besuchen zwei von drei Abgeordneten des Landtags von Baden-Württemberg im Rahmen diesen Formats eine Schule in freier Trägerschaft. Die direkten Begegnungen zwischen Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften, Schulleitungen und Landespolitikern und Landespolitikern wurden in den vergangenen Jahren von allen Beteiligten als sehr bereichernd erlebt. Das Miteinander wirkt Politikverdrossenheit und Radikalisierung entgegen und rückt die Situation der Freien Schulen ins Blickfeld.

Wir freuen uns besonders, dass wir 2022 eine Rekordbeteiligung erreichen konnten. Nach einer langen coronabedingten Kontaktpause hat ein Großteil der Abgeordneten eine, zum Teil sogar mehrere Besuche an Freien Schulen absolviert.

Einen Überblick über die Besuche der Abgeordneten an Freien Schulen finden Sie auf unserer Sonderseite zum Projekttag tagderfreienschulen.agfs-bw.de!

In diesem Jahr liegt den Bildungseinrichtungen das Thema Schulhausbau und -sanierung besonders am Herzen. Daher werden die PolitikerInnen die Institutionen mit einem besonderen Gastgeschenk und um hoffentlich viele Informationen und Erfahrungsberichte bereichert verlassen. Denn trotz der Unterstützung durch das Kultusministerium sind zusätzliche Mittel für die Schulbauförderung und -sanierung nicht im Haushaltsplanentwurf enthalten, und die Abgeordneten werden dringend aufgefordert, in den Haushaltsplanberatungen entsprechend nachzubessern. Schon jetzt ist die Schulbauförderung aufgrund der Bugwelle für Freie Schulen fast unmöglich geworden und weiterhin schließt das Land die Freien Schulen von den Sanierungsmitteln aus. Die steigenden Baukosten sowie ungeklärte Rechtsfragen bei Antragsstellung (z.B. KfW-Förderung und Absicherung) machen Bauen und Sanieren für Freie Schulen aktuell nahezu unmöglich. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung löst zudem auch bei freien Grundschulen unter Umständen weitere Raumbedarfe aus. Noch dazu resultieren ausgebliebene (energetische) Sanierungen gerade in diesem Winter in exorbitant hohen Energiekosten!

Landtagspräsidentin Muhterem Aras zu Gast am MÖRIKE

„Rassismus und Hass fällt nicht unter die Meinungsfreiheit“, so oder so ähnlich hat es am 20. Mai Frau Aras im Festsaal gesagt, als sie anlässlich des Tages der Freien Schulen das Evangelische MÖRIKE besuchte.

Den vollständigen Bericht sowie einen Link zum Fernsehbeitrag finden Sie auf den Seiten des MÖRIKE!

 

 

Zahl der Schülerinnen und Schüler an privaten allgemeinbildenden Schulen steigt weiter

Nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Schulstatistik des Statistischen Landesamtes besuchen im aktuellen Schuljahr 2021/22 in Baden-Württemberg knapp 111 000 Schülerinnen und Schüler eine private allgemeinbildende Schule. Dies sind gut 1 400 mehr als im vorangegangenen Schuljahr (+1,3 %). Der Trend einer positiven Schülerinnen- und Schülerzahlentwicklung – mit Ausnahme des Schuljahres 2012/13 nach Abgang des doppelten Abiturjahrganges – wird weiter fortgesetzt und erreicht abermals einen neuen Höchststand. Gemessen an allen Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen steigt der Anteil derjenigen, die eine Schule in freier Trägerschaft besuchen, weiter leicht und liegt mit 10,1 % auf einem neuen Höchststand (Vorjahr: 10,0 %).

Anteilig betrachtet, verzeichneten Gemeinschaftsschulen1 mit einem Anstieg um 13,8 % den größten Zuwachs, wobei hier die nach wie vor vergleichsweise geringe Gesamtzahl von 2 619 Schülerinnen und Schülern zu berücksichtigen ist. Der Anteil der Schülerinnen und Schülern an Schulen in freier Trägerschaft an den Gemeinschaftsschülerinnen und -schülern insgesamt beträgt knapp 3 %.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an privaten Grundschulen2 (+3,6 %), Realschulen (+2,7 %) sowie Gymnasien (+1,1 %) stieg ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr. Ihr Anteil beträgt damit 3,1 % aller Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, 8,3 % an Realschulen insgesamt und 12,2 % an Gymnasien.

Eine sinkende Schülerinnen- und Schülerzahl verzeichnen dagegen private Werkreal-/Hauptschulen (−1,3 %) sowie Freie Waldorfschulen (−0,8 %).
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler entwickelt sich somit an privaten Grundschulen, Werkreal-/Hauptschulen, Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien in dieselbe Richtung wie an ihren Pendants in öffentlicher Trägerschaft. Lediglich bei Realschulen ist eine divergente Entwicklung zwischen privaten und öffentlichen (−0,9 % zum Vorjahr) erkennbar.

Quelle

Aktion der AGFS zum Lehrkräftemangel: Forderung nach Öffnung der Nachqualifizierung für alle Schularten

In einem Brief an Kultusministerin Schopper sowie zahlreichen Gesprächen mit bildungspolitischen Akteuren fordert die AGFS angesichts des gravierenden Mangels an Lehrkräften die Öffnung der Nachqualifizierung für alle Schularten.

Hierzu Christina Metke, Sprecherin der AGFS:

„Der Fachkräftebedarf an den Schulen im Land (nicht nur den Schulen in freier Trägerschaft) ist teilweise dramatisch und betrifft alle Schularten , ganz besonders aber die Grundschulen und SBBZ . Die Pandemie hat dies nun nochmal verdeutlicht und zwingt alle gemeinsam zum schnellen Beschreiten neuer Wege.“

Das Positionspapier der Privatschulverbände skizziert mögliche Wege zur pädagogischen Nachqualifizierung und schlägt eine modellhafte Erprobung vor, die wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden soll.

Klicken Sie hier zum Download des Positionspapiers!

Privatschulen sind in Deutschland fast so beliebt wie in Amerika

FAZ Presse

Seit Jahrzehnten kehren mehr und mehr Schüler öffentlichen Schulen den Rücken. Das hat auch mit dem Staat zu tun – denn in einigen Regionen haben Schüler kaum eine andere Wahl als eine Privatschule.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schneller-schlau/privatschulen-sind-in-deutschland-fast-so-beliebt-wie-in-amerika-17385361.html

Initiative der AGFS zur Landtagswahl 2021

In Vorbereitung auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 14. März 2021 verbreiten die Privatschulverbände des Landes unter dem Motto „Freie Schulen Wählen“ ihre Forderungen und Positionen. Im Internet unter www.freieschulenwählen.de, dem Hashtag #freieschulenwählen und im persönlichen Gespräch mit KandidatInnen, Abgeordneten und parlamentarischen MitarbeiterInnen erinnern die Privatschulverbände daran, dass noch viel zu tun ist: So setzen sich die Freien Schulen für Entbürokratisierung und eine angemessene Berücksichtigung bei staatlichen Programmen ein, für eine gleichwertige Förderung der Lehrkräfte-Fortbildung, für eine dauerhaft faire und sichere Finanzierung und für eine partnerschaftliche Weiterentwicklung der baden-württembergischen Bildungslandschaft. Über Wahlprüfsteine werden die Parteien aufgefordert, ihre Positionen zum freien Schulwesen zu definieren, um Grundlagen für einen künftigen Koalitionsvertrag bereits jetzt zu legen.

Die gesammelten Positionen und Zukunftsforderungen der Freien Schulen finden Sie hier!

Erneute Unterstützung der Freien Schulen durch Sofortprogramm der Regierung

Wie bereits nach dem ersten Lockdown im Jahr 2020 hat sich Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann dafür eingesetzt, dass die Schulen in freier Trägerschaft auch im Jahr 2021 einen Ausgleich für entgangene Betreuungsgebühren erhalten. Dafür wird das Land nun aus der Rücklage für Haushaltsrisiken zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen.

 Zur Milderung der während der Schulschließungen entstandenen Liquiditätsengpässe werden zudem die monatlichen Abschlagszahlungen über einen Zeitraum von zwei Monaten um jeweils drei Millionen Euro erhöht. Somit werden die freien Schulen mit insgesamt acht Millionen Euro zusätzlich finanziell unterstützt. Beide Maßnahmen – Sofortprogramm und Liquiditätshilfe – hat das Kabinett am 9. März 2021 beschlossen.

Sofortprogramm für entgangene Betreuungsgebühren

Das Sofortprogramm in Höhe von zwei Millionen Euro soll die entgangenen Betreuungsgebühren in der Zeit der Schließung vom 11. Januar bis 22. Februar 2021 kompensieren. Nicht nur die Kommunen, sondern auch die Schulen in freier Trägerschaft bieten Betreuungsangebote für Familien an, wie etwa die verlässliche Grundschule, und flexible Nachmittagsbetreuung. Diese finanzieren sich unter anderem durch Elternbeiträge. Durch die coronabedingten Schließungen verzeichnen die Schulen in freier Trägerschaft Ausfälle bei den Elternbeiträgen. „Auch die Schulen in freier Trägerschaft haben während des zweiten Lockdowns auf Elternbeiträge verzichtet. Genauso, wie wir die Kommunen bei den Elternbeiträgen entlasten, ist es selbstverständlich, dass wir auch die Schulen in freier Trägerschaft schnell und unbürokratisch unterstützen, denn auch sie mussten in der Zeit der Schul- und Kitaschließung auf Einnahmen aus Betreuungsverträgen verzichten“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Verbesserung der Liquidität von Schulen in freier Trägerschaft

Da die Schulen in freier Trägerschaft in verschiedenen Bereichen Einnahmeausfälle verzeichnen, soll ihre Liquidität wie bereits anlässlich des ersten Lockdowns erneut über vorübergehend erhöhte Abschlagszahlungen verbessert werden. Schulen in freier Trägerschaft erhalten die Zuschüsse des Landes normalerweise zunächst über Abschlagszahlungen. Die Träger gehen somit bis zur Schlussabrechnung in Vorleistung, die üblicherweise über die erwarteten Einnahmen abgesichert werden. „Wenn die Einnahmen aber wegbrechen, können die Träger die Vorfinanzierung nicht wie bisher stemmen. Wir lösen dieses Problem wie bereits im vergangenen Jahr dadurch, dass wir die Zuschüsse in voller Höhe auf Basis der vorläufigen Kopfsätze für das Jahr 2021 auszahlen und nicht wie bisher als Abschlag auf Basis der Kopfsätze aus dem Jahr 2020“, sagt Ministerin Eisenmann. Die Auszahlung der 100-prozentigen Abschläge soll zunächst für die Monate April bis Mai 2021 erfolgen und sich somit auf insgesamt sechs Millionen Euro beziffern. Die Erhöhung der monatlichen Abschlagszahlungen an die Privatschulträger lässt sich ohne zusätzliche Belastung des Landeshaushalts durch eine Vorverlagerung der Ausgaben des Landes vom Jahr 2022 auf das Jahr 2021 realisieren. Im Jahr 2022 vermindern sich die Ausgaben entsprechend.

Corona-Sofortprogramm für Freie Schulen

In Baden-Württemberg erhalten Träger von Freien Schulen nach den Plänen der Regierungskoalition Ausgleichszahlungen für entgangene Betreuungsentgelte sowie weitere Liquiditätshilfen in Höhe von insgesamt 21 Mio €.

„Schulen in freier Trägerschaft verzeichnen erhebliche Einnahmenverluste. Deshalb unterstützen wir sie in der Krise schnell und unbürokratisch“, sagt Kultusministerin Eisenmann in der dazugehörigen Pressemitteilung.

Die AGFS äußerte sich in ihrer Zumeldung an die Landespresse dazu dankbar:

Mit ihrer Entscheidung, den Schulen in freier Trägerschaft einen Teil ihrer Einnahmeausfälle zu erstatten, zeigt die Regierungskoalition, dass die Privatschulen Baden-Württembergs für sie ein unverzichtbares Element der Bildungslandschaft darstellen. „Viele Schulen sind durch die Corona-Pandemie in erhebliche wirtschaftliche Bedrängnis geraten, da sie Notbetreuung angeboten haben, gleichzeitig jedoch keine Einnahmen aus ihren regulären Betreuungsangeboten verzeichnen konnten.“, erläutert Christoph Sander, Sprecher der AGFS. „Horte, die verlässliche Grundschule oder auch pädagogisch begleitete Hausaufgabenbetreuung stellen an vielen Freien Schulen wichtige pädagogische Angebote dar. Um Eltern nach Kräften zu entlasten, haben viele Schulen die Betreuungsentgelte für diese Angebote für die Zeit der Pandemie ausgesetzt. Dass diese Verluste durch das Land ausgeglichen werden, nachdem die Kommunen für ihre Kitas und Schulen ebenso verfahren haben, ist gegenüber den Familien daher gerecht und fair.“

Schulen in freier Trägerschaft in Corona-Not

AGFS Freie Schulen

Auch Freie Schulen sind durch die corona-bedingten Schließungen hart getroffen. Daher wandte sich nun Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit der Bitte um ein Soforthilfe-Paket an ihre Amtskollegin im Finanzministerium.

https://www.goodnews4.de/nachrichten/breaking-news/item/auch-schulen-in-freier-traegerschaft-in-not

Privatschulen sind gefragt: Kurs auf Zwei-Klassen-System?

Merkur – 07.08.2019

https://www.merkur.de/leben/privatschulen-liegen-im-trend-zr-12895185.html